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Warum genau wir uns für die Tiere einsetzen?

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Bettagsfeier im Kirchbühl ob Sempach – Sonntag, 18. Sept. 2016

PRESSEMITTEILUNG:


Zuversicht pflanzen

Zuversicht pflanzen war das Thema der diesjährigen Bettagsfeier. Die katholische Pfarrei, die evangelische Kirchgemeinde Sempach und der Verein NatierWeg hatten gemeinsam mit der Aktion Kirche und Tiere dazu eingeladen. Im Zentrum der Feier stand der verantwortungsvolle Umgang des Menschen mit den Tieren und der Natur.
Annette Forster begrüsste die Anwesenden und drückte aus, welche Kraft im Wort Zuversicht steckt.
Eva Opitz erinnerte an aktuelle, tragische Ereignisse. Dann sprach sie ein Gebet, das die Sehnsucht jedes Lebens ausspricht. "Herr, wir sehnen uns nach deiner Schöpfung, nach sauberer Luft, frischem, klarem Wasser, mit dem wir unseren Durst stillen können. Wir sehnen uns nach saftigem Grün, nicht genmanipuliert und als Hybrid gezüchtet, um von Konzernen kontrolliert zu werden! Wir sehnen uns nach deiner Gegenwart und nach wahrem Frieden unter deinen vielfältigen Geschöpfen, denen du selber den Lebensatem eingehaucht hast."
Stilvoll begleitete Rita Christen mit ihrer  klangvollen Ziehharmonika die Feier.
Bevor alle Teilnehmenden die Lichter der Zuversicht entzündeten, sprach Eva Opitz die Bitten aus:
"Gott, lass uns nicht resignieren, nicht uns auf später vertrösten - lass uns erkennen, dass das Paradies mitten unter uns ist.  Lass es uns suchen und lass es uns leben, indem wir Frieden stiften, uns einsetzen, für jene, die unter Ungerechtigkeit und Unterdrückung leiden. Lass uns in deinen Geschöpfen, denen du Lebensatem geschenkt hast, deine Kinder erkennen, unsere Schwestern und Brüder. Lass uns dein Reich verkünden in Liebe, in Worten und in Taten."

Eine kleine Weide für Anton Rotzetter

Als 'Zuversicht pflanzen' verstand sich auch die Pflanzung eines kleinen Bäumchens zum Gedenken an Anton Rotzetter. Der Verein AKUT-CH hatte dieses nach dem unerwarteten Tod ihres Präsidenten zu dessen Abdankungsfeier mitgebracht mit den Worten: "Wir sind dankbar, dass wir mit dir unterwegs sein durften. Wir bringen dir eine kleine Trauerweide. Wir werden sie als Zeichen, dass du nie etwas nur für dich haben wolltest, an einem Ort einpflanzen, wo sich Menschen und Tiere daran erfreuen." Annette Forster sprach dem anwesenden Gemeindeleiterehepaar Andrea und Bernhard Koster Stadler den Dank an den Kirchenrat der katholischen Kirchgemeinde Sempach aus, dass dieser Ort des Gedenkens nun im altehrwürdigen Kirchbühl sein darf. Wie zur Bestätigung der Worte flog ein Vogelschwarm über den Platz. Als dieses vielstimmige Gezwitscher erklang, kam wohl einigen Menschen in den Sinn, dass beim Tod des Heiligen Franz eine Schar Vögel jubelnd in den Himmel flog. Neben dem kleinen Baum wurde ein Erinnerungsstein gesetzt mit der Aufschrift, unter der Anton Rotzetter besser bekannt war als unter seinem Ordensnamen Chrysostomos: Chrysi.
Über Jahre war Anton Rotzetter freier geistlicher Mitarbeiter in Sempach. Im Kirchbühl liegt ein Buch auf, welches er als spirituellen Führer zur heute noch sichtbaren Bilderwelt in der 1000-jährigen Kirche geschaffen hat. Es nimmt vor allem die Mensch-Tierbeziehung in den Blick.
Alle erlebten eine stimmungsvolle Feier und es wurde dankbar aufgenommen, dass als Vertetung der Familie auch Geschwister von Anton, Schwester Marie-Theres Rotzetter, Kloster Solothurn, und Bruder Paul Rotzetter, Kloster Olten, mit dabei gewesen sind.
Bei köstlichem Brot, Most und Früchten erinnerten sich die Teilnehmenden an gute Begegnungen und begossen so die Pflanze Zuversicht.

AKUT-CH, 19. September 2016   


Unter Gleichgesinnten

Kraft und Freude tanken an einem schönen Ort!

Dies hat AKUT zusammen mit Animal's Angels angeboten, denn das Engagement für unser Mitgeschöpf Tier ist für viele Menschen seelisch sehr belastend. In Gedanken war Bruder Anton mit dabei, auch durch seine Stimme auf unserer CD 'Messe für Tiere', aus der wir bewegt seinen Geschichten von Franziskus lauschten. Ein bisschen wehmütig nach den vielen schönen Momenten - das ganze Wochenende war einstimmig ein grosses Sammelwerk von schönen Momenten! -  war auch der Abschied der Teilnehmer. Doch gestärkt und beschwingt durch die geknüpften Kontakte mit Gleichgesinnten ging man am Sonntag Nachmittag auseinander. Dies in alle Richtungen der Schweiz, nach Deutschland und sogar bis zurück nach Luxemburg.

Möchten Sie nächstes Jahr auch dabei sein? Sie können sich jetzt schon für das verlängerte Wochenende anmelden: Do. 2.- So. 5. November 2017!




In tiefer Trauer

Die Nachricht vom plötzlichen Tod unseres Freundes und Weggefährten Anton Rotzetter hat uns alle  gelähmt und tief betroffen. Wir sind sehr traurig. Gleichzeitig sind wir unendlich dankbar, dass wir mit ihm unterwegs sein durften. Wir wünschen ihm  von ganzem Herzen  den himmlischen Frieden,  von dem  er schon hier auf Erden ein Stück durch sein Wirken und Sein eröffnet hat, einen Frieden, der die Menschen und auch die Tiere und die ganze Schöpfung einschliesst.  

Bereits letzten Herbst hat der Vorstand eine Retraite angesagt, in der die nächsten Projekte, sowie weitere Schritte in eine wirkungsvolle Zukunft von AKUT geplant und angegangen werden sollen. Ganz im Sinne unseres engagierten Präsidenten Anton Rotzetter, wird sich der AKUT-Vorstand im März treffen und Wege finden, Antons Visionen mit Herzblut weiter zu tragen.

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Im AKUT-Shop :
Unterrichtsmaterialien "Tiere an der Krippe"

6Einheiten für Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe und Bibelstunde

Als Katechetin, Katechet oder Verantwortlicher für den Religionsunterricht sind Sie bestimmt schon mitten in der Vorbereitung der Adventszeit und es fehlt Ihnen vielleicht noch die ideale Idee, wie Sie sich der Enzyklika ,Lautato si! verbunden zeigen können. AKUT, die sich besonders der Mitwelt und dem Verhältnis des Mensch zum Tier widmet, hat zur Geburt Gottes im Stall Unterrichts-Unterlagen geschaffen! Die Atmospähre eines Stalles und was diese bedeutet, wird dabei in greifbare Nähe gerückt. Von den Kindern wird ihre Wärme, die an einem solchen Ort besonders durch die Tiere entsteht, noch so gerne im Herzen aufgenommen. Die Haltung von Jugendlichen ist naturgemäss meistens der Idylle etwas entrückt. Und so werfen sie einen Blick auf die Art, wie wir heute Weihnachten feiern. Und sie werden feststellen, dass die Stallwärme fehlt. Sie werden feststellen, dass es an ihnen ist, wichtige, tiefgründige Forderungen der Enzyklika wieder ins Zentrum christlichen Denkens zu rücken.

 

Weitere Informationen finden Sie im Shop oder auf der Broschüre .

 

 

 

 


 

Zum Welttierschutztag (4. Oktober)

Seit 1931 wird der Todestag des Franz von Assisi als Welttierschutztag begangen. Beschlossen hatte das der internationale Tierschutzkongress von Florenz auf Vorschlag des jüdischen Kynologen, Schriftstellers und Tierschützers Heinrich Zimmermann (1887 - 1942). Franz von Assisi (1182 – 1226) ist durch seinen schonenden und freilassenden Umgang mit Tieren in die Geschichte eingegangen. Seine Ernennung zum Tierschutzpatron ist historisch gerechtfertigt und angesichts des unübersehbaren Leides in der heutigen Tierhaltung notwendig.

Aufmerksam machen wollen wir aber auch auf den Urwaldarzt und Nobelpreisträger Albert Schweitzer, dessen 50. Todestag wir Anfang September begehen konnten. Jahrzehntelang ging er der Frage nach, warum es so viel Grausamkeit und Gewalt in der Welt gäbe. Er entdeckte, dass der Grund darin liege, dass die bisherige Moral nur für den zwischenmenschlichen Bereich entwickelt wurde, nicht aber Schöpfung und Tiere mit einschloss. So fand er zur eingängigen Formel: „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will“.

Erstaunlich, dass die Kirche die Geschichte von der Arche Noah bzw. von der Rettung allen Lebens bisher kaum zur Geltung gebracht hat. Die Erfahrung von KatechetInnen zeigt allerdings, dass diese Geschichte von den Kindern sehr gut aufgenommen wird. Warum nicht auch von den Erwachsenen? AKUT – die Aktion Kirche und Tiere will sie tatkräftig in Erinnerung rufen. Auch durch das Begehen des Welttierschutztages.

Psalm 36: „Gott rettet Menschen und Tiere“ Franz von Assisi: „Vom Wege las er die Würmchen auf, dass sie nicht mit den Füssen zertreten würden“. Albert Schweitzer: „Einen Wurm auf der Strasse von der Sonne sterben zu lassen, wo wir ihm mit einer einzigen Bewegung ins Gras und auf weiche Erde helfen könnten, ist eine Verfehlung gegen das Leben.“

Dr. Anton Rotzetter
Annette Forster

 


 
Das perfekte Dreiergespann:
Schulbesuch – Gottesdienst – Tiersegnung

 

Zur Jubiläumsfeier des Tierheims „Paradiesli“ in Ennetmoos haben sich die Pfarrei Ennetmoos, AKUT-CH und das Tierheim zu einer guten Zusammenarbeit gefunden.

„Ein Duft von Paradies"

Der Sonntagsgottesdienst begann mit den Worten: „Mit dem 1. September hat die ‚SchöpfungsZeit’ begonnen, welche die dritte Europäische Ökumenische Versammlung der Kirche im Jahre 2007 ausgerufen hat. In dieser Zeit wollen auch wir vertiefte Gedanken über unsere Mitwelt Gedanken machen. Es trifft sich gut, dass gerade heute das Tierheim „Paradiesli“ in unserem Dorf sein 15-jähriges Jubiläum feiert. In seiner neuen Enzyklika fordert Papst Franziskus ganz deutlich die Fürsorge des Menschen für die Natur und die Tiere. Durch das Jubiläum im Tierheim haben wir eine gute Möglichkeit, das Anliegen aufzunehmen und auf spezielle Weise umzusetzen. Wir wollen am „Tag der offenen Tür“ nicht nur hineinschauen, sondern in einem guten Miteinander ebenfalls einen Beitrag leisten, dass dieser Fürsorge-Auftrag für die Tiere ins Bewusstsein der Menschen rückt.“

Die Predigt wurde eingeleitet mit den Worten: „Das heutige Jubiläum des Tierheims erinnert uns, dass es Menschen gibt, die durch ihren Einsatz einen Ort der Fürsorge geschaffen haben und so zum Frieden beitragen – ganz im Sinne des Evangeliums. Allein schon der Name des Tierheimes, ‚Paradiesli’, sagt doch viel aus. Ein Tierheim erinnert auch daran, dass es wohl immer nötig sein wird, selber am Frieden unter den Geschöpfen mitzubauen. Wir wollen mithelfen, das ist wichtig und schön. Und so haben wir unseren Gottesdienst mit einem vorausgehenden Schulbesuch in der dritten und vierten Religionsklasse verknüpft, was Gross und Klein sehr gefallen hat.“

Dann konnten die Gottesdienstbesucher Annette Forsters Unterrichtsbeitrag in Wort und Bild in sehr gekürzter Fassung nachempfinden. Schliesslich erklärte die Geschäftsleiterin von AKUT-Schweiz: „Nicht alle Kinder wussten, dass es in unserem Dorf ein Tierheim gibt und was das genau ist, also habe ich es ihnen kurz erklärt. Da Kinder von grossen Zahlen nur verwirrt werden, habe ich nicht erwähnt, dass letztes Jahr allein in den Tierheimen des Dachverbandes des Schweizer Tierschutzes STS über 18'000 Tiere aufgenommen werden mussten. Mehr als die Hälfte davon waren Tiere, welche die Leute nicht mehr haben wollten oder behalten konnten.“ Sie erklärte weiter: „David Naef, Lehrer vom Schweizer Tierschutz STS, dem Dachverband fast aller kantonalen Tierschutzvereine, hat sich anschliessend mit den Kindern zuerst Gedanken gemacht und aufgeschrieben, was Menschen brauchen, um zu leben und was sie glücklich macht. Dann wurden die aufgeschriebenen Begriffe auf der Tafel in Bezug auf die Tiere beleuchtet. Und siehe: Die Kinder konnten sehr schnell empfinden, was Tiere zu einem guten Leben brauchen. Dann haben sie ihre Wünsche zu Papier gebracht und vorgelesen. – Wir werden sie in diesem Gottesdienst gerne mit Ihnen gemeinsam als Fürbitten vor Gott tragen.“ „Das  allgemeine Lernziel war“, sagte sie, „die Kinder sollten sich bewusst werden, dass Tiere unsere Mitgeschöpfe sind, denen wir mit Respekt und Mitgefühl begegnen müssen. Genauso wichtige Lernziele gehen damit einher: - Menschen ernst nehmen, wenn sie sich Sorgen um Tiere machen. - Menschen unterstützen wollen, die Tieren in Not helfen.“

Ihr Gottesdeinstbeitrag schloss mit den Worten: „Die Sorge unseres Papstes Franziskus ist die Sorge vieler Menschen. Darum wollen wir früh die Samen pflanzen, die zu Friedensblumen werden, da sie einen ‚Duft von Paradies’ verbreiten. Der Auftrag ‚über die Tiere und die Erde zu herrschen’ ist ein Fürsorge-Auftrag, der mit dem Wunsch verbunden ist, ein Stücklein Paradies schon hier und heute zu leben.“

Dieser Gottesdienst hat sicherlich viele Besucher berührt und ihnen das Bewusstsein über unsere Verantwortung für das Tier näher gebracht.

Tiersegnung im Paradiesli

Gerne folgten einige Gottesdienstbesucher der Einladung zum Apéro im Tierheim. Die dort anschliessend durchgeführte Tiersegnungsfeier, die der Kapuziner Adolf Schmitter mit ebenso viel Freude zelebriert hat wie den Gottesdienst, wurde von etwa siebzig auswärtigen Besuchern und vielen mitgebrachten Hunden besucht. Es war eine bewegende Feier, die unter freiem Himmel, begleitet von allgemeiner Feststimmung, Handorgelklängen und fröhlichem Hundegebell vieler Tierheimbewohner untermalt war.

Alles fügte sich harmonisch zusammen. Alle Beteiligten lobten die Zusammenarbeit von AKUT und KRAX, dem Jugendtierschutz des Schweizer Tierschutz STS. Dieses Zusammenspiel kann selbstverständlich auch auf andere Festgelegenheiten zugeschnitten werden. Ein Einsatz mit Herzblut und Tiefgang ist gewiss. Alle, die mit dem Wochenende Berührung hatten, hoffen sehr, dass dieses eindrücklich bewährte Dreiergespann Schulbesuch – Gottesdienst – Tiersegnungsfeier in vielen Kirchgemeinden Einsatz findet!

 


 

AKUT am Evangelischen Kirchentag in Stuttgart

Zusammen mit AKUT Deutschland war AKUT-Schweiz am Evangelischen Kirchentag vom 3. - 7. Juni in Stuttgart vertreten. Wir hatten einen gemeinsamen Doppelstand, der von Annette Forster in langer Vorarbeit professionell und ästhetisch gestaltet wurde. In einer überhitzten Halle suchten wir zusammen mit vielen Helfern den vorbeikommenden Besuchern unser Engagement zu erklären. Von der Schweiz war an einem Tag auch Vorstandsmitglied Lukas Baumann dabei.

Auf der rechten Standseite hielten Dr. Ulrich Seidel, Dr. med. Wolf Dieter Hirsch, Annette Forster und ich regelmässig Kurzvorträge zu folgenden Themen: Das Tier als Nächster, das Tier als religiöses Symbol, die Sprache der Tiere, Tierfriedhöfe und Tierbestattung, Messe für Tiere, Tierversuche in der Medizin, Albert Schweitzer, Franz von Assisi, das Institut für theologische Zoologie, AKUT und weitere Themen. Auf einer der drei Marktbühnen führten Johanna Arndt und Christian Zacker ihr literarisch-musikalisches Tierschutzprogramm auf, das zum Teil von unserer Jubiläumsveranstaltung im Zirkuszelt manchem noch in eindrücklicher Erinnerung ist. Und am Gottesdienst mit Tierschutzgedanken war AKUT beteiligt. Ulrich Seidel hielt da eine viel applaudierte Predigt.

 

Dr. Ulrich Seidel, Präsident AKUT-D                 Dr. Anton Rotzetter, Präsident AKUT-CH

 

Gemeinsam zogen Ulrich Seidel und ich eine Art Schlussbilanz, bei der wir von der Formel Albert Schweitzers ausgingen: „Ich bin Leben inmitten von Leben, das leben will.“ Wir stellten fest, dass sich in Sachen Tierehtik etwas bewegt in Gesellschaft und Kirche. Das könne allein schon daran erkannt werden, dass es an solchen Veranstaltungen noch nie ein dermassen gutes und vielfältiges veganes, vegetarisches und biologisches Restaurationsangebot gab. Freilich müsse man auch die Gegenkräfte sehen, die unserem Engagement entgegenstünden und die einen fast zu verzweifeln brächten, könnten wir nicht aus dem Glauben Hoffnung schöpfen:

Gott lässt nichts, was er geschaffen hat, ins Nichts versinken, sondern wird endgültig alle Geschöpfe und also auch die Tiere in seine ewige Lebensfülle rufen. Nochmals betonte Ulrich Seidel, dass Tiere heute vielfach als Familienmitglieder betrachtet werden, die bei ihrem Sterben über lange Zeit ein Loch in die Herzen reissen. Deswegen müsste die Kirche darauf mit entsprechenden Ritualien reagieren. Ich betonte nochmals die Verbundenheit von Mensch und Tier im Heilsplan Gottes: Er rettet Menschen und Tiere (Psalm 36).

Deswegen könne ich nicht verstehen, warum behauptet werden kann, dass Tiere nichts mit dem Reich Gottes zu tun haben.

Ins Grundsätzliche, das auch AKUT zu bedenken hat, führte die Auseinandersetzung zwischen dem Soziologieprofessor und Wachstumskritiker Hartmut Rosa und Bundespräsident Joachim Gauck. Dieser meinte, dass der biblische Begriff von „Schalom“ an Kirchentagen oft „verweltlicht“ und „banalisiert“ würde. Auch „Christ in der Gegenwart“ vertritt die Auffassung, dass viele der vorgebrachten Postulate „sekundär“ wären.

Viel wichtiger sei die Gottesfrage selbst, die heute kaum mehr gestellt würde. Dem ist sicher zuzustimmen, fast überall stellen wir eine Banalisierung des christlichen Glaubens fest. Doch darf daraus nicht der Schluss gezogen werden, dass die Fragen, die man als „sekundär“ oder „verweltlicht“ bezeichnet, es auch tatsächlich sind. Denn durch die Inkarnation Gottes werden auch die geschöpflichen Realitäten und das konkrete Engagement in den Rang des Notwendigen erhoben. Wenn Gott in das Fleisch der Welt eingegangen ist, dann gehören Themen wie „Würde des Tieres“ oder „Gerechtigkeit und Frieden“ zur Verkündigung der Gottesgegenwart in der Welt.

Anton Rotzetter

Der AKUT-Blog

Wir leben "auf Pump!" - während unfreiwillige Kreditgeber verhungern ...

Veröffentlicht am 11.09.2016

Ist Ihnen bewusst, dass wir seit Anfang Mai 2016 „auf Pump“ leben? Mit unserem Lebensstandard brauchen wir die uns zustehenden Ressourcen momentan alljährlich in gut vier Monaten auf. Knapp drei Erden braucht die Schweiz im Durchschnitt über das ganze Jahr. Da jedoch „nur“ eine Erde vorhanden ist, geht unser Mehrverbrauch zulasten anderer, die längst nicht (mehr) die Ressourcen, die ihnen zustehen würden, verwenden können.  

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Ein neues Betriebssystem oder nur ein Update?

Veröffentlicht am 20.03.2016

Ich gehöre zu der Kategorie "Autodidaktin", fürchte mich nicht schnell vor Neuem und habe mir z.B. mein Computerwissen (vom Zusammenbau über das Supporten und Arbeiten mit Windows und Linux) selber beigebracht durch meine Neugier. 
Gerne probiere ich auch neue Rezepte in der Küche aus oder neue Denkweisen für meinen Alltag. 
Trotzdem finde ich es bei Bewährtem und Bekanntem manchmal müssig, wieder alles neu zu suchen, weil irgend eine Neuerung oder ein Update, ein neues Betriebssystem vorgeschrieben wird, weil das alte nicht mehr unterstützt wird. 
Ich gehe davon aus, dass Sie, liebe Leser, das bestens kennen. Vermutlich haben Sie trotzdem noch nicht den PC in die Ecke geschoben um wieder mit Bleistift und Papier zu arbeiten, den Fernseher verschenkt oder das Telefonieren eingestellt... Jedenfalls wären Sie da eine absolute Ausnahme, denn in der Technik werden uns Neuerungen nicht nur empfohlen und angeboten, sondern oft regelrecht aufgedrängt.

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Fleischfasten

Veröffentlicht am 20.02.2016

Wieder einmal beginnt die Fastenzeit. Dieses Jahr möchten Fastenopfer/Brot für alle und Partnersein auf den Zusammenhang von Spiritualität und politischem Handeln aufmerksam machen. Dazu gehört auch ...

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